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  • Laura Haipl

Die Einfachheit von Meditation: ganz ohne Meditationskissen oder App - und am besten draußen


Ein Mädchen in schwarzem Kleid, dass in der Natur zwischen Bäumen steht und meditiert


Was brauche ich zum Meditieren wirklich?


Meditationskissen, die passende Musik, Räucherstäbchen, eine geführte Begleitung per App? Das sind oft die Dinge, die man mit Meditation assoziiert. Vielleicht auch du. Ich vor einigen Jahren zugegebenermaßen ganz sicher. Was wenn ich das Räuchermaterial nicht habe? Komme ich dann nicht in tiefste Entspannung und finde nicht meine eigene Mitte?


Schließlich kann ich ja auch nicht ein Portrait mit einem Kugelschreiben zeichnen. Künstler wie H. Matisse oder G. Klimt. machten das schließlich ja auch nicht so. Das mag möglicherweise nach einem banalen Vergleich klingen.


Doch es geht bei nicht alltäglich-westlichen Tätigkeiten, wie der Meditation, oft genau um diese abschreckenden Vorstellungen und Vorurteile, die das ins Tun kommen und das Anfangen erschweren. Diese möchte ich hier entkräften und dir helfen die Hindernisse am Weg zu Meditation beiseite zu legen.


Konzentration auf das Wesentliche: Weniger ist mehr


In unserer modernen schnelllebigen westlichen Welt sind wir tagtäglich mit Herausforderungen konfrontiert. Der Effizienz-Gedanke in uns wird ständig genährt. Uns wird vorgelebt am neuesten Stand mit allem sein zu müssen, was auch das Equipment für jegliche beliebte Tätigkeiten betrifft. Beim Spaziergang im Wald nicht vergessen deine Schritte per Smart-Watch zu tracken und die in der Meditation verbrachten Minuten unbedingt in der Meditations-App bestätigt bekommen.


Meditation, als eigentlich so simple Tätigkeit, muss und sollte mit diesem Druck nicht mithalten. Meditation versucht genau dem, den äußeren Einflüssen und Inputs, durch Zuwendung zum Inneren wenig Aufmerksamkeit zu schenken.


Also brauche ich doch kein Meditationskissen? - Meiner Meinung nach ganz und gar nicht. Setze dich einfach auf einen Stuhl, auf dem Boden - egal ob drinnen oder auch draußen. Und einfach damit anfangen und ins Tun kommen.


Jeden Tag auf's Neue Anfangen, dich auf dem Atem auszuruhen und sonst nichts tun zu müssen. Nichts. Nein, auch nicht daran denken, dass dein:e Arbeitskollege:in meinte das Meditationskissen von der tollen Marke Lotus wäre so hochwertig und mache einen riesen Unterschied. Wenn Meditation überhaupt etwas verlangt, dann einfach nur deine volle Präsenz und ausschließliches Bewusstsein für den aktuellen Moment.


Was bedeutet Meditation jetzt genau?


Meditation heißt die Gedanken sein zu lassen, nicht darauf einzusteigen, sie vorbeiziehen sehen, den Atmen spüren und sich darauf ausruhen. Meditation bedeutet sich dem Außen abwenden und gänzlichen Fokus auf das Innere lenken und somit eine gedankenloses Bewusstseinsebene erreichen. Meditation heißt in dem Moment der Meditation nichts zu machen. Nur Atmen und Sein.


Man kann folgenden Vergleich anstellen: dein Kopf und dein Geist sind wie ein blauer Himmel, wo immer wieder ganz verschiedene Wolken durchziehen. Manchmal mehr, manchmal weniger. Sie symbolisieren deine Gedanken. In der Meditation versuchst du dich auf das Blau des Himmels zu konzentrieren. Die Gedanken, die sich in Form der Wolken, immer wieder ins Bild schieben lässt du einfach, ohne sie groß zu beachten, vorbeiziehen. Das tolle daran, du kannst wissen, dass der blaue Himmel immer da ist.


Rausgehen und ins Tun kommen: einfach machen


Wusstest du, dass du höchstwahrscheinlich schon öfters meditiert hast als du jemals die Intention dazu hattest? Ich bin mir ganz sicher, dass du beispielsweise am Strand beim Sonnenuntergang, im Park oder Wald schon öfters ohne es geplant zu haben den Moment und all seine Facetten ganz präsent wahrgenommen hast. Begleitet vielleicht mit einem “wow, ist das schön…”. Das ist Achtsamkeit. Das ist Sein. Das ist Meditation.


So kannst du das nächste mal, wenn du so einen Staunen-Moment hast einfach ein bisschen länger im Staunen verweilen. In der Situation mit all deinen Sinnen sein und bleiben. Du nimmst wahr was um dich ist, welche Geräusche du hören, was du sehen, riechen und fühlen kannst.


Das mag vielleicht alles einfach klingen, aber wie wir wissen ist unser Himmel bzw. unser Geist nicht immer blau, denn Gedanken und Wolken sind auch da. So ist den blauen Himmel sehen und im Moment sein genau so eine Fähigkeit wie Fahrradfahren. Lernen müssen wir beides. Und bekanntlich macht Übung ja den Meister.


Wenn du eine Meditation in und mit der Natur ganz konkret üben möchtest, dann schaue dir diesen Artikel inklusive Video an. Es ist eine Einladung, dich in einem simplen Setting draußen mit dem natürlichen Raum und einem Objekt darin in einer Art Meditation zu verbinden und neugierig auf das zu sein, was sich zeigt.


Komm mit uns nach draußen


Meditation und Achtsamkeit sind Grundbausteine, die in meinem Leben wichtig geworden sind. Wenn wir mit Kailo draußen unterwegs sind, dann leiten wir auch auch immer wieder verschiedenste Natur-Meditationen an. Das hilft in den Moment zu kommen, ganz in die Landschaft einzutauchen und sich mit sich selbst und der Gruppe zu verbinden. Und das ganz ohne Schnickschnack, einfach in der Wiese, am Wald-Boden, am Strand oder in der Wüste sitzend.


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